London - Geschichte
praehistorisch
Laut der Mythologie von Geoffrey of Monmouth wurde London
in der Bronzezeit von einem Trojaner namens Brutus als Troia
Nova gegründet. Später wurde daraus Trinovantum. König
Lud benannte die Stadt in CaerLud um.
römische Zeit
Unter Kaiser Claudius wurde im Jahre England im Jahre 43
n.Chr. erobert. Die Römer gründeten um 47 n.Chr. an
der Themse die Stadt Londinium. Um 60 n.Chr. herum wurde die
Stadt vom Stamm der Iceni unter Königin Boudicca geplündert.
Nach dem Aufstand blühte die Stadt wieder auf und erreichte
um 140 ihre größte Einwohnerzahl. Unter dem Kaiser
Septimus Severinus wurde die Stadt zur Hauptstadt der römischen
Provinz Britannia Superior. 314 wurde die Stadt Bischofssitz.
Gleichzeitig begann ein schleichender Niedergang und als die
Römer 410 die Besatzung offiziell beendeten, war die Stadt
praktisch menschenleer.
Angelsachsen
Die Siedlung der Angelsachsen wurde etwas westlich der
römischen Stadt um 600 gegründet. Die Siedlung war
Hauptstadt des Königreiches Essex und wurde Lundenwic (Hafen
von London) genannt. Etwa im 9. oder 10. Jahrhundert hatte sich
der Schwerpunkt der Besiedelung wieder in den Bereich der römischen
Stadt verlagert. Lundenwic heißt heute Aldwych (alter
Hafen) und befindet sich etwas östlich des Travalgar Square.
Etwa zu dieser Zeit wurde nach der Niederlage Alfreds des Großen
gegen die Dänen auch die Brücke über die Themse
wieder aufgebaut und die Siedlungen nördlich und südlich
der Themse wurden zur Bewachung dieser Brücke gegründet.
Das nördlich gelgene London wurde als Lundenburgh bekannt,
das südlich gelegene heutige Southwark als Suthringa Gewarc
(Bollwerk der Männer von Surrey).
Normannen /Mittelalter
Nach der Eroberung Englands durch die Normannen baute Wilhelm der
Eroberer den Tower von London. Die etwas weiter flußaufwärts
gelegene "City of Westminster" wurde zur königlichen
Hauptstadt. Bis etwa 1600 war das Gebiet zwischen London und Westminster
vollständig überbaut. Wilhelm ließ die Privilegien Londons
durch die Angelsachsen bestehen und bereits 1189 wurde der erste Bürgermeister
gewählt.
Im Rosenkrieg (Bürgerkrieg zwischen dem Haus Lancaster
und dem Haus York um die englische Krone, 1455-85) hielt die
Stadt zum Haus York.
1665 dezimierte die Pest die Bevölkerung um 69.000 Menschen. Bereits
ein Jahr später zerstörte der große Brand von London
fast die gesamte Innenstadt. Der Tower von London wurde lediglich weil
man die umliegenden Häuser abriß, kein Opfer der Flammen.
Rund 100.000 Bewohner wurden obdachlos aber nur 9 verloren ihr Leben.
Viele Menschen zogen daraufhin in die Randbezirke und bildeten damit
die zahlreichen Vorstädte. Der Brand selbst hatte im Endeffekt
die positive Folge, daß die engen dunklen Straßen Londons
durch luftige, gut strukturierte Häuserzüge ersetzt wurden
und auch die sanitären Bedingungen verbessert wurden. (die zerstörten
Bereiche - Karte)
19. Jahrhundert
Im 19. Jahrhundert war London die größte Stadt der Welt
und Hauptstadt des British
Empire. Innerhalb von 100 Jahren wuchs die Bevölkerung der
Stadt von 1 Million auf 6 Millionen. Viele Menschen lebten allerdings
in den Slums und so war das viktorianische London vor allem geprägt
von Armut. Die Eisenbahn verband die Vororte mit der Stadt, woraufhin
die wohlhabenderen Bürger weiter in die Vorstädte zogen. Die
erste UBahn wurde 1863 eröffnet.
Etwa um 1850 herum waren die hygienischen Bedingungen in der Stadt nur
noch katastrophal zu nennen. Die Abwässer wurden direkt in die
Themse gepumpt. Da auch das Trinkwasser aus dem Fluß kam, brachen
häufig Choleraepedemien aus. 1855 bewilligte das Parlament den
Bau eines Abwassersystems und es entstanden 2100 km Tunnel und Wasserleitungen.
Vermehrt zogen Juden und Iren nach London. Erstere wegen der liberalen
Einstellung der Gesellschaft, letztere flohen vor der großen Hungersnot
in Irland. Zeitweise waren 20% der Bevölkerung Iren.
Liste der Herrscher Englands
Angelsachsen
Stuart
Stuart
Hannover (Welfen)
- Georg III. 1760-1820
- Georg IV. 1820-1830
- Wilhelm IV. 1830-1837
- Viktoria I. 1837-1901