Charbogen

Name: Evelyn Sarah Anne Howards Wesen: Perfektionist Generation: 11
Spieler: Aricia Verhalten: Direktor Zuflucht: Kensington
Chronik: Bohemian Night Clan: Ventrue Konzept: Adel
Attribute
Körperkraft + Charisma +++ Wahrnehmung +++
Geschick ++ Manipulation +++ Intelligenz +++
Widerstand +++ Erscheinungsbild ++ Geistesschärfe ++++ (kombinieren)
Fähigkeiten
Talente Fertigkeiten Kenntnisse
Ausdruck ++ Etikette ++ Akademisches Wissen ++
Aufmerksamkeit +++ Handwerk Folklore
Ausflüchte ++ Heimlichkeit + Finanzen +
Ausweichen ++ Nahkampf ++++ (Degen) Gesetzeskenntnis +
Einschüchtern ++ Reiten Linguistik + (englisch, französisch)
Empathie Schußwaffen Medizin
Führungsqualitäten ++ Sicherheit Nachforschungen ++
Handgemenge +++ Tierkunde Naturwissenschaften
Sportlichkeit + Überleben + Okkultismus +
Szenekenntnis Vortrag + Politik ++
  opt. Fahren  
Vorteile
Hintergrund Disziplinen Tugenden
Status +(Neonate) Beherrschung Gewissen +++
Ressourcen +++ Präsenz ++ Selbstbeherrschung ++++
Einfluß + Seelenstärke ++ Mut +++
Kontakte +    
     
Vorzüge Schwächen Menschlichkeit 7
Angesehener Erzeuger (1) Beuteausschluß Willenskraft 6
Führungstalent (1) tiefer Schlaf (1) Blutpunkte 12
  Hass (3) (Unfähigkeit)  
  Gejagt (4)  
     

Anmerkungen
Beuteausschluß: männlich, 18-30, Absinth, Morphium oder Opium im Blut.

Beschreibung des Äußeren

Geschichte

Eckdaten
geboren: 21.6.1853

Ghul seit: 3.8.1871

Todestag: 13.11.1887

Evelyn war sich schon früh der Tatsache bewußt, daß sie zu einer der angesehensten Familien des Königreichs gehörte. Aufgewachsen unter den wachsamen Augen ihrer Gouverante und des Hauslehrers kannte Evelyn sowohl das Anwesen ihrer Eltern in London selbst als auch die diversen Besitztümer verteilt über England in- und auswendig. Auch wenn Evelyn die Erziehung einer jungen Dame bekam, nahm sie doch auch an den Unterrichtsstunden ihrer 3 Brüder teil. Auf diese Weise lernte sie unter anderem den Umgang mit dem Degen, brauchte der jüngste doch auch einen Fechtpartner. Dieser jüngste Bruder war es auch, der ihr weiteres Leben nachhaltig prägen sollte. Schon immer war er recht ungestüm gewesen und hatte nicht viel von gesellschaftlichen Zwängen gehalten. So verwunderte es weder die Lehrer noch Evelyn, daß er sich früh in den einschlägigen Vierteln Londons herumtrieb. Nur wenige Monate nach seinem 17. Geburtstag geriet er dort in eine Messerstecherei, bei der er eher durch Zufall tödlich getroffen wurde. Der Angreifer war ein indischer Dockarbeiter gewesen. Seit dieser Zeit machte Evelyn jede als Ausländer erkennbare Person unbewußt für den Tod ihres Bruder verantwortlich und trat ihnen mit unversöhnlichem Haß gegenüber.

Etwa drei Jahre nach diesem Ereignis änderte sich Evelyns Leben abermals nachhaltig. Schon länger hatte sie bemerkt, daß ein guter Bekannter ihres Vaters anscheinend interessiert war an ihr. Evelyn hatte sich nie Illusionen darüber hingegeben, was das Leben ihr bringen würde. Wenn sie Glück hatte, würde ihr zukünftiger Ehemann sie gut behandeln und ihr weiterhin die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten zu schulen. Selbstverständlich war, daß sie innerhalb ihres Standes heiraten würde und ebenso selbstverständlich war, daß sie keinerlei Einbußen in materieller Hinsicht würde hinnehmen müssen. Evelyn war nun fast 18 und damit war die Zeit gekommen, in der sie die Ehe mit einem passenden Mann eingehen würde. Bei Anthony Sarge handelte es sich durchaus um einen passenden Mann. Und so wunderte es Evelyn kaum, daß ihr Vater keinerlei Einwände gegen eine Verbindung erhob.

Evelyn sollte jedoch den Tag, der als der denkwürdigste im Leben einer jungen Frau gilt, nie erleben. Nach einem Theaterbesuch sollte sie für die Welt der Lebenden auf immer verschwunden bleiben. Eine namenlose junge Frau war an ihrer Stelle begraben worden wie Evelyn später erfuhr. Noch heute legt sie jedes Jahr am Todestag der jungen Frau einen Strauß Blumen an ihrem Grab nieder, vielleicht eine Art Entschuldigung. Evelyn selbst erfuhr wenige Stunden später, welches Schicksal ihr zugedacht war. Ihr Vater hatte sie mehr oder minder verkauft. Er hatte der Vereinbarung zwischen den wirklichen Herrschern dieser Stadt und ihrer Familie Rechnung getragen und den Preis für die weitere Unterstützung mit Evelyn bezahlt. Bei ihrem potentiellen Verlobten Anthony Sarge handelte es sich tatsächlich um einen Vampir, ein Mitglied des Clans Ventrue. Um genau zu sein war es der Lord of Carlisle, auch wenn er diesen Titel in der Welt der Lebenden nicht tragen konnte. Evelyn wurde gezwungen, von seinem Blut zu trinken.

Die nächsten etwa 10 Jahre verbrachte Evelyn weit ab von London. Die Zeit war notwendig, um sie aus dem Gedächtnis der Londoner Gesellschaft zu streichen. Evelyn lernte währenddessen, wie sie sich in der neuen Gesellschaft zurechtfinden würde und die ein oder andere Fähigkeit, die das Blut mit sich brachte. 1881 kehrte sie schließlich nach London zurück. Hier führte sie weitgehend den Haushalt ihres Herrn und lernte auch die Londoner Gesellschaft neu kennen. Evelyn wurde schnell klar, daß kaum etwas in London geschah, das nicht durch die Hände der Kainiten gelaufen war. Häufig kam es ihr so vor, als würde die gesamte Stadt eine einzige Marionette sein, lediglich zur Unterhaltung der Mächtigen vorhanden und als Zinnsoldaten in ihren Scharmützeln. Und Evelyn entschied für sich, daß sie sich nicht länger als Marionette behandeln lassen würde.

6 Jahre später hatte Evelyn endlich den ersten Schritt auf diesem Weg getan. Sie wurde eine der ihren, eine Ventrue. Evelyn war stets in dem Bewußtsein erzogen worden, daß ihrer Familie das Recht auf Herrschaft zukam und so änderte sich an ihrer grundlegenden Einstellung nichts. Es schien vielmehr, als hätte sie zu sich selbst zurückgefunden. Wieder ging der Lord of Carlisle auf Reisen durch England und schließlich auch Frankreich. Evelyn begleitete ihn dabei.